Berlin Insights

Biste Balin?

„Baliner biste vonne Jeburt her“, sagen die Ureinwohner der Hauptstadt. „Ick jehör‘ trotzdem dazu“, halten die Zugezogenen fröhlich dagegen. Wie viel Berlin in euch steckt, könnt ihr hier testen.

1. Biste schon mal eingeschlafen in der Ringbahn?

Klar: Berlin ist die Party-Hauptstadt Europas. Unter anderem deswegen seid ihr doch hier, oder? Verballert aus dem Klub stolpern kann jeder. Wenn ihr wirklich dazu gehören wollt, müsst ihr eine Schippe drauflegen. Die Königsdisziplin: Auf dem Weg nach Hause in der Ringbahn einschlafen. Lehnt euch zurück und lasst euch vom gleichmäßigen Dahinrauschen der S-Bahn in den Schlaf wiegen. Keine Sorge: Kurzes Aufschrecken und Verwirrtsein ist erlaubt. Die volle Punktzahl erreicht allerdings nur, wer nach einer Runde kurz vorm Ziel aufwacht. Zurückfahren verboten!

Ringbahn vor dem Gasometer
Einschlafen in der Bahn erlaubt!

2. Waste schon mal im Schlafanzug ne Schrippe kaufen?

Scham? Habt ihr als echter Berliner längst hinter euch gelassen. Frei nach dem Motto: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“ macht es euch überhaupt nix aus, ungekämmt im Schlafanzug beim Bäcker um 18 Uhr Schrippen fürs Frühstück zu holen. Kommt euch unterwegs jemand dumm, habt ihr immer einen taffen Spruch parat – und auch keine Scheu richtig laut zu werden, wenn es Not tut. Blafft der andere dann zurück, seid ihr zwei euch meistens ganz schnell einig: In Berlin trifft man doch die nettesten Typen – und eigentlich seid ihr jetzt schon ziemlich beste Freunde!

3. Machste Ohren und Augen zu?

Musiker in der Bahn, der Bettler an der hochfrequentierten Kreuzung – seht und hört ihr nicht. Das hat nichts mit Bosheit zu tun, ihr schützt euch nur vor der Reizüberflutung. Und da ihr für jede Besorgung und jede Verabredung IMMER mindestens 30 Minuten unterwegs seid, fehlt euch schlicht die Zeit für Plausch-Pausen. Außerdem: Ein unbedachter Blick, und schwupp, seid ihr ungefragt um die tragische Lebensgeschichte eines Mitmenschen reicher. Wichtig: Niemals die dargebotene Hand eines in Signalfarben gekleideten Studenten schütteln. Ihr habt schneller ein teures Spenden-Abo am Hals, als euch lieb ist.

4. Haste schon in der Spree gefischt?

Urban gardening war gestern, jetzt mausert sich Urban fishing zum neuen Trend. In Berlin ist es zwar nicht einfach, einen Leckerbissen aus der Spree zu fischen, der nicht mit dem Bauch nach oben an der Wasseroberfläche treibt. Doch das schreckt euch nicht, es muss ja nicht immer die Schlemmer-Abteilung des KaDeWe sein. Und schließlich soll bald ein Teil des Flusses an der Museumsinsel Badequalität haben. Mit eisernem Magen und Liebe zur Natur holt ihr euren Fang aus der Spree – der ewigwährende Respekt eurer Mit-Berliner ist euch gewiss.

Die Spree und das Berliner Technikmuseum
Schon mal in der Spree gefischt?

5. Biste (fast) ein Startupper?

Berlin hat dich gerufen – und damit die große weite Welt. An der Spree kann jeder erfolgreich sein, muss aber nicht. Man hat dich trotzdem lieb. Fast jeder echte Hauptstädter hat janz große Pläne, der eine setzt sie um, der andere nicht – ob der Hipster, der schon sein zehntes Online-Business aufzieht, der Ex-Student, der seit 30 Jahren Taxi fährt oder der Kreuzberger, der mit einer Currywurst-Bude startet und jetzt ein ganzes Raw-Food-Imperium leitet. Egal, was ihr macht, Hauptsache ihr steht dazu – und erzählt jedem eure persönliche Story. Ob er sie nun hören will oder nicht.

Arbeitskollegen eines Startups
Wo Träume (meistens) wahr werden

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