Wie voll ist meine S-Bahn?

Direkt am Gleis sehen Sie den idealen Einstiegsort ‒ noch vor Einfahrt Ihrer S-Bahn.   

Wo Sie am ehesten einen Sitzplatz finden, sehen Sie direkt auf dem Digitalanzeiger an der Station.

Mit Hilfe von Lichtsensoren können Sie seit dem 24. September 2024 an ausgewählten Pilotbahnhöfen schon vor dem Einsteigen erkennen, wie voll Ihre S-Bahn ist und wo noch Platz ist. Möglich macht dies eine neue Technik namens "Lightgate". 

Unsere Lichtsensoren messen in Echtzeit die Auslastung der S-Bahnwagen und zeigen diese direkt auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig an: Grün steht für einen Wagen mit viel Platz, Gelb für eine mittlere Auslastung, bei Rot ist der Wagen bereits sehr voll.

Digitale Anzeigen an Bahnhöfen zeigen Ihnen vor Einfahrt, welcher Wagen am leersten ist.
Grün, gelb, rot - ein klassisches Ampelfarbschema zeigt auf einen Blick verständlich die Auslastung an.

Der Pilot in 3 Stufen:

1. Stufe - 6 Bahnhöfe (seit 24.09.24)

  • Zu Testzwecken hat die S-Bahn 10 Sensoren zwischen Jannowitzbrücke und Hauptbahnhof sowie zwischen Tempelhof und Neukölln installiert.
  • Sie liefern Auslastungsdaten in Echtzeit für die einfahrenden Züge an den Bahnhöfen:
  • Alexanderplatz
  • Hackescher Markt
  • Friedrichstraße
  • Hermannstraße
  • Bellevue
  • Hauptbahnhof

2. Stufe - 14 Bahnhöfe (am 18.09.26)

  • Die nächsten 8 Bahnhöfe wurden mit dem System ausgestattet.
  • Zusätzlich gibt es nun nicht nur Auslastungsanzeigen zum gleich einfahrenden Zug, sondern auch zu den nächsten Folgezügen.
Ein Projekt, bei dem es darum geht die Auslastung der S-Bahnen vor Einfahrt an den Bahnhofsanzeigern zu zeigen.

3. Stufe - 50 Bahnhöfe (bis Ende 2026)

Das Projekt erziehlt nachweislich Verbesserungen, sodass bis zum Jahresende 50 Bahnhöfe mit der neuen "Lightgate"-Technik ausgestattet sein sollen.

Durchfährt der Zug die Lichtschranke, erkennt das System, wie gefüllt ein Wagen bereits ist.
Durchfährt der Zug die Lichtschranke, erkennt das System, wie gefüllt ein Wagen bereits ist.

Für die Auslastungsmessung nutzt die S-Bahn Berlin eine Technik, die bei der S-Bahn Hamburg entwickelt wurde und dort bereits erfolgreich im Einsatz ist.

Die "Lightgate"-Sensorik ist eine Art Lichtschranke im Gleisbereich, die den vorbeifahrenden Zug mit kaum sichtbarem Licht scannt. Da bei steigender Fahrgastzahl immer weniger Licht durch die Fenster dringt, kann so gemessen werden, wie voll der Zug ist. Der intelligente Sensor kann neben der Auslastung übrigens auch Wagenanzahl, Baureihen und Geschwindigkeit erkennen.

Kabellos wird dann die Echtzeit-Auslastung pro Wagen an die Zuganzeiger am Bahnsteig der folgenden S-Bahnstation übertragen.

Pilotprojekt der S-Bahn Berlin - Lichtsensor zeigt Fahrgästen, wie viel Platz im Zug ist.
Die Auslastung der Wagen statistisch zu erfassen, hat mehrere Vorteile.

Als Fahrgäste profitieren Sie in mehrfacher Hinsicht von der Auslastungsmessung: Über die Anzeige am Bahnsteig hinaus liefern die Daten auch wertvolle Erkenntnisse darüber, wie stark einzelne Züge zu bestimmten Uhrzeiten ausgelastet sind. Das ermöglicht eine noch bessere Fahrgastinformation im Verbund, indem perspektivisch die Fahrplanauskunft Fahrgäste gezielt auf weniger ausgelastete Verbindungen lenkt.

Auch die Planung von künftigen Verkehren oder Bus-Ersatzverkehren lässt sich auf Basis der Echtzeitauslastungsdaten noch weiter verbessern.

Nach welchen Kriterien wurden die sechs Test-Bahnhöfe ausgewählt?

Wann genau wird die Auslastung gemessen?

Erfolgt eine Zählung von Personen?

Was für Licht kommt zum Einsatz?

Kommt "Lightgate" künftig auch an weiteren Bahnhöfen?

Wissen, wie voll der Zug ist, bevor er kommt!

Die Deutsche Bahn und die Länder Berlin und Brandenburg investieren rund 900.000 Euro in das auf mehrere Jahre angelegte Pilotprojekt "Lightgate". Die Projektpartner prüfen kontinuierlich die Zuverlässigkeit der Daten, und welche Streckenabschnitte für weitere Lightgate-Sensoren in Frage kommen.

Die Erprobung von "Lightgate" bei der S-Bahn Berlin erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und im Rahmen des Projekts SAFIRA, welches die Fahrgastinformation und Reisendenlenkung auf Basis von Auslastungsdaten erforscht.

Mehr zu SAFIRA