Events erinnern an Mauerbau
Anlässlich von 65 Jahren, die seit dem Bau der Mauer vergangen sind, erinnern zahlreiche Veranstaltungen an das historische Datum.
Mehr als 28 Jahre lang trennte die Berliner Mauer Familien, Freundinnen und Nachbarinnen (und die S-Bahn). Mit ihrem Bau begonnen wurde vor 65 Jahren, am 13. August 1961. Aus diesem Anlass veranstalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 16. August ein Programm, das der Opfer gedenkt, Geschichte veranschaulicht und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt. Fragen zu Grenzen, Teilung, Demokratie und der heutigen Freiheit sollen neu betrachtet werden.
Was uns die Bilder von damals sagen
Am Brandenburger Tor als zentralem historischen Ort laden eine Installation und die Open-Air-Ausstellung "Mauerblicke. Berlin 1961–1990" zur Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer ein. Im Fokus stehen historische Fotografien der voranschreitenden Abriegelung der Sektorengrenze und der Berliner Mauer.
Die Bilder veranschaulichen, welchen massiven Einschnitt die Grenzabriegelung für die Menschen in der geteilten Stadt bedeutete und wie sie im Laufe der Jahre mit ihr umgingen. Zugleich wird in den Bildern deutlich, wie die Mauer zu einem symbolträchtigen Ort wurde, einem Bild der Zeit. Führungen durch die Ausstellung, Gespräche mit Zeitzeuginnen und künstlerische Beiträge ergänzen das kostenfreie Programm vor Ort.
In der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße sowie an vielen weiteren Orten in ganz Berlin, wie etwa dem Stasimuseum, den Berliner Unterwelten und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, sind Veranstaltungen geplant, die unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung thematisieren.
Den Mauertoten gedenken
Dabei stehen immer wieder die Geschichten und Biografien der 140 Todesopfer an der Berliner Mauer im Fokus. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 13. August in der Gedenkstätte statt. Außerdem werden dort Sonderführungen und Workshops sowie eine Sonderausstellung angeboten, die sich mit dem Thema Flucht aus der DDR über die Ostsee beschäftigt.
Verbunden wird das Programm zwischen Brandenburger Tor und der Gedenkstätte Berliner Mauer, indem einst stillgelegte sogenannte Geisterbahnhöfe auf der S-Bahnstrecke in ihrer historischen Bedeutung sichtbar gemacht werden. Dazu zählen die Bahnhöfe vom Brandenburger Tor bis hin zur Oranienburger Straße und zum Nordbahnhof sowie der Grenzbahnhof Friedrichstraße.
S-Bahnfahren auf den Spuren der Geschichte
Mit großflächigen Hinweisen in den S-Bahnhöfen und Ausstellungstafeln am Bahnhof Friedrichstraße und am Nordbahnhof werden die Geschichten der Bahnhöfe neu erzählt. So wird die Strecke zwischen den zentralen Gedenkorten von 65 Jahre Mauerbau zu einer Einladung, der Geschichte zu folgen und alltägliche Wege innerhalb Berlins in ihrer historischen Dimension zu erkunden.
Aufgrund einer Demonstration bleiben Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor am 15. August geschlossen. Dafür sind diese über den Programmzeitraum hinaus am 17. August geöffnet.





