20 Minuten Pause – Drei kurze Spaziergänge durch Berlin

Sonntags runter von der Couch oder nach der Arbeit noch eine kurze Runde drehen – Wir zeigen euch drei kurze Spaziergänge durch Berlin.

Den Anhalter Bahnhof findet ihr in der Stresemannstraße am Askanischen Platz. Zwischen 1839 und 1841 wurde der heute wichtige Umsteigebahnhof errichtet. Schnell galt er als „Tor zum Süden“ mit bedeutenden Eisenbahnverbindungen nach Ungarn-Österreich, Italien und Frankreich. Auch Zugverbindungen ins namensgebenden Fürstentum Anhalt fuhren von dort ab. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Anhalter Bahnhof stark zerstört. Nach Kriegsende setzte ihn die Deutsche Reichsbahn zwar instand. Seine Bedeutung für den Schienenverkehr nahm jedoch immer weiter ab. 1952 folgte seine Stilllegung, von 1959 bis 1961 wurde das Bahnhofsgebäude abgebrochen. Heute sieht man von dem historischen Gebäude nur noch ein Fragment des Eingangsportals. Der Bahnhof ist aber heute noch ein wichtiger Knotenpunkt für die S-Bahn, die bereits seit 1939 von dort abfährt.

Blick auf die Ruine des Anhalter Bahnhofs
Der Anhalter Bahnhof wurde im Krieg stark zerstört

Erste Route: S-Bahnhof Anhalter Bahnhof – Schöneberger Wiese

Nicht nur der Bahnhof hat eine interessante Geschichte zu bieten. Auch in seiner Umgebung gibt es viel zu entdecken. Geht in Richtung Ausgang Schöneberger Straße. Dort lauft ihr an einem beeindruckenden Gebäude, einem ehemaligen Weltkriegs-Bunker, vorbei. Heute befindet sich dort drinnen unter anderem das Berlin Story Museum. Wer die Hauptstadt in verschiedenen Schritten erleben möchte und genügend Zeit hat, sollte vorbeischauen. Geht am Bunker vorbei und die Schöneberger Straße weiter entlang. Auf der linken Seite seht ihr den Mendelssohn-Bartholdy-Park. Eine kleine Oase der Ruhe mitten in Kreuzberg. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur Schönberger Brücke, unter der der Landwehrkanal hindurchfließt. Lauft weiter geradeaus, bis zur U-Bahn Brücke. Dort haltet ihr euch leicht rechts und nehmt den kleinen Weg links neben dem Parkhaus. Folgt der Straße bis zur großen Wiese.

Dann habt ihr das Ziel erreicht: die Schöneberger Wiese. Perfekt um dort noch eine kleine Runde in der Sonne zu gehen, ein Craft Beer bei BRLO zu trinken oder für ein kleines Picknick. Wer einen ausgedehnteren Spaziergang plant, der kann auch noch weiter südlich zum Gleisdreieck-Park gehen.

Blick auf das Gebäude des Museums Berlin Story
Blick auf das Gebäude des Museums Berlin Story

Schöneberger Wiese

Zweites Ziel: Tempelhofer Ufer

Diesmal zieht es uns vom Anhalter Bahnhof zum Wasser. Biegt vom Portal des Bahnhofs rechts in die Stresemannstraße ein. Folgt ihr bis zur Halleschen Straße und lauft bis zum Ida-Wolff-Platz. Die bereits verstorbene SPD-Politikerin gründete nach dem Zweiten Weltkrieg die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Diesen Platz überquert ihr. Weiter geht es in die Großbeerenstraße. Diese geht ihr bis zum Wasser entlang und lauft über die gleichnamige Brücke.

Nun befindet ihr euch auf der Seite des Tempelhofer Ufers. Ziel erreicht! Wer noch gerne einen Kaffee in Ufernähe des Landwehrkanals trinken möchte, sollte sich weiter links halten und in Richtung Hallesches Tor gehen. Auf der rechten Seite gibt es viele kleine Cafés und Restaurants. Flat White oder Cappuccino - Im Halleschen Haus werdet ihr zum Beispiel fündig.

Tempelhofer Ufer mit Blick auf das Technik Museum
Tempelhofer Ufer mit Blick auf das Technik Museum

Tempelhofer Ufer

Endpunkt Nummer drei: der Gendarmenmarkt

Den letzten Endpunkt, den ihr in unter 20 Minuten vom Anhalter Bahnhof erreicht ist der Gendarmenmarkt. Vom Anhalter Bahnhof lauft ihr in Richtung Anhalter Straße. Biegt in diese ein, nach ungefähr 250 Metern geht ihr nach links in die Wilhelmstraße, wechselt dann in die Kochstraße. Das ist gleich die erste Querstraße auf der rechten Seite. Auf dieser Straße bleibt ihr, bis ihr auf die Friedrichstraße stoßt. Wenn ihr die U-Bahn-Station Kochstraße/Checkpoint Charlie auf der rechten Seite seht, seid ihr richtig. Nun heißt es links abbiegen auf die Flaniermeile. Nach zirka 100 Metern seht ihr den Checkpoint Charlie. Einer der bekanntesten Grenzübergänge der Berliner Mauer und Touri-Hotspot der Hauptstadt. Ihr lauft weiter geradeaus, vorbei an Läden und Büros. An der Kreuzung Friedrichstraße-Mohrenstraße biegt ihr rechts ab. Lauft in die erste linke Querstraße, die Charlottenstraße. Von hier aus seht ihr schon den Berliner Dom auf der rechten Seite. Geht noch ein Stück weiter geradeaus und schon steht ihr vor dem Konzerthaus Berlin und einem der schönsten Plätze Berlins: den Gendarmenmarkt. Ein beliebter Treffpunkt für Kulturliebhaber und Politiker.

Blick auf den Gendarmenmarkt bei Sonnenuntergang
Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins

Gendarmenmarkt Berlin

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