Soziales Engagement

3.500 Euro für Pankower Suppenküche

Mit S-Bahnfotos Gutes tun: Seit 2015 unterstützt der Verkauf des Eisenbahnkalender wohltätige Projekte.

Hilfe, die ankommt: (v.l.n.r.) Sven Heinemann, Bruder Rudolph, der Leiter der Suppenküche, Bernd Backhaus und S-Bahn-Chef Heiko Büttner. Im Hintergrund ein Gast.
Hilfe, die ankommt: (v.l.n.r.) Sven Heinemann, Bruder Rudolph, der Leiter der Suppenküche, Bernd Backhaus und S-Bahn-Chef Heiko Büttner. Im Hintergrund ein Gast.

Ein warmes Essen und ein Ort zum Ankommen: Die Suppenküche im Franziskanerkloster Pankow nahe dem S-Bahnhof Wollankstraße erhält 3.500 Euro aus dem Verkauf des Eisenbahnkalenders. Dieser ist ein Gemeinschaftsprojekt des Berliner Abgeordneten Sven Heinemann und der S-Bahn Berlin.

Wir leben als Suppenküche von Spenden. Zu 100 Prozent.
Bernd Backhaus Leiter der Suppenküche

Seit 35 Jahren gibt es die Einrichtung. Neben den hauptamtlichen Mitarbeiter:innen engagieren sich 180 ehrenamtliche Helfer:innen. Dienstags bis sonntags kommen im Schnitt 208 Gäste pro Tag. Sie erhalten Kleidung, können duschen und Wäsche waschen lassen. Hinzu kommen Friseurangebote und ehrenamtliche Fußpflege. Sie erfordert Vertrauen: „Das hat natürlich auch sehr viel mit Intimität zu tun“, sagt Backhaus. Viele Gäste kommen regelmäßig.

Sven Heinemann und S-Bahn-Chef Heiko Büttner im Gespräch mit Bruder Rudolph in der Kleiderausgabe der Suppenküche
Sven Heinemann und S-Bahn-Chef Heiko Büttner im Gespräch mit Bruder Rudolph in der Kleiderausgabe der Suppenküche

Zugleich gibt es Wechsel, die im Alltag kaum auffallen. Wer nach Jahren zurückkehrt, kennt manchmal niemanden mehr, erzählt Backhaus. Idealerweise hilft die Suppenküche vorübergehend, bis die Gäste wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Auch die Helfenden erleben Gemeinschaft und Anerkennung. Dass sie dazu beitragen, über 200 Menschen satt zu machen, gibt ihrem Einsatz Sinn.

S-Bahn-Chef Heiko Büttner unterzeichnet den Spendenscheck, den Sven Heinemann und Suppenküchenleiter Bernd Backhaus gemeinsam halten.
S-Bahn-Chef Heiko Büttner unterzeichnet den Spendenscheck, den Sven Heinemann und Suppenküchenleiter Bernd Backhaus gemeinsam halten.

Die Suppenküche zu bedenken, war der Wunsch des verstorbenen S-Bahn-Chefs Peter Buchner. Sein Nachfolger Heiko Büttner führt das Engagement fort:

Unser Motto lautet ja ‚Für alle‘. Dazu gehören auch diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer etwas benachteiligt sind. Soziale Einrichtungen zu unterstützen, hat bei der S-Bahn eine gewisse Tradition.
Heiko Büttner S-Bahn Chef

Wie alles begann...

Der Eisenbahnkalender erscheint bereits seit 2015. Die Idee entstand beim Ostkreuz-Umbau. Fotografen stellen Bilder kostenlos bereit, Initiator Sven Heinemann bezahlt den Druck, die S-Bahn übernimmt den Vertrieb. 1.000 verkaufte Kalender zu je sieben Euro ermöglichen zwei Spenden von je 3.500 Euro. Für 2027 ist das Motto „20 Jahre Ostkreuz-Umbau“ geplant – mit Ansichten, die zeigen, wie anders der Bahnhof einmal aussah.

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