Soziales Engagement S75

Wie die S-Bahn Meinungen zusammenbringt

Konstruktiv miteinander diskutieren: Das Pilotprojekt metro_polis ist seit Juli in der S75 unterwegs.

Stellten das Projekt am Bahnhof Wartenberg vor (v.l.n.r.): Heiko Büttner (S-Bahnchef), Ludger Lemper (metro_polis berlin), Kristina Krömer (Gründerin metro_polis berlin), Stephan Machulik (Staatssekretär Bauen und Wohnen Berlin), Martin Schäfer (Lichtenbergs Bezirksbürgermeister) und Ulf Tranow (metro_polis berlin)
Stellten das Projekt am Bahnhof Wartenberg vor (v.l.n.r.): Heiko Büttner (S-Bahnchef), Ludger Lemper (metro_polis berlin), Kristina Krömer (Gründerin metro_polis berlin), Stephan Machulik (Staatssekretär Bauen und Wohnen Berlin), Martin Schäfer (Lichtenbergs Bezirksbürgermeister) und Ulf Tranow (metro_polis berlin)

Was bewegt die Menschen in ihrem Kiez? Was läuft gut – und was könnte besser sein? Genau darüber kommen seit Ende Juli Moderatorinnen und Moderatoren des Pilotprojekts metro_polis berlin mit Fahrgästen ins Gespräch. In S-Bahnen und Straßenbahnen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf wird der öffentliche Nahverkehr so zum Treffpunkt für unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen.

Am 29. September waren Staatssekretär Stephan Machulik, Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schäfer und Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, gemeinsam mit dem metro_polis-Team auf der S75 von Wartenberg Richtung Warschauer Straße unterwegs.

Die Moderator:innen von metro_polis sprechen Fahrgäste direkt im Zug an und laden sie zu einer kurzen Gesprächsrunde ein. Dafür entstehen während der Fahrt kleine Pop-up-Gesprächsecken. Gesprochen wird über das Zusammenleben im Kiez, persönliche Erfahrungen und Themen, die die Menschen in Berlin beschäftigen.

Die S-Bahn wird damit zu einem Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen und Perspektiven ganz selbstverständlich miteinander ins Gespräch kommen.
Ludger Lemper metro_polis berlin/KulturMarktHalle
Heiko Büttner und Moderatorin Ellen Blümm im Gespräch mit zwei Fahrgästen in der S 75.
Heiko Büttner und Moderatorin Ellen Blümm im Gespräch mit zwei Fahrgästen in der S 75.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht abstrakte Meinungen, sondern persönliche Erfahrungen. Zuhören, unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und Gemeinsamkeiten entdecken – darum geht es bei metro_polis. Die Gespräche werden dokumentiert und ausgewertet. Zum Abschluss der Pilotphase werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt.

Für die S-Bahn Berlin ist das Projekt eine besondere Form des Dialogs mit der Stadtgesellschaft.

Wir mussten nicht lange überlegen, als wir von dem Projekt hörten. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot für die Menschen, die unsere S-Bahn nutzen. Und es passt perfekt zu unserer Agenda: Wir wollen nicht nur Menschen von A nach B bringen, sondern auch Raum schaffen, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Heiko Büttner Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin

Wer finanziert das Programm?

Gefördert wird metro_polis berlin aus dem Programm „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ (BENN) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (kurz: SenStadt). Die KulturMarktHalle ist in Kooperation mit metro_polis e. V. Projektträger.

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