3.500 Euro für das GleisBeet
Die zweite Hälfte aus dem Erlös des Eisenbahnkalender-Verkaufs geht an die NaturFreunde Berlin in Friedrichshain.
Neues Grün auf alten Gleisen
Wo früher Güterzüge rangierten, wächst heute eine grüne Oase. Auf einem Teil des ehemaligen Wriezener Güterbahnhofs nahe dem S-Bahnhof Warschauer Straße betreiben die NaturFreunde Berlin das GleisBeet. Rund 1.400 Quadratmeter wurden hier inzwischen begrünt.
Seit sechs Jahren entwickeln die NaturFreunde die Fläche als Teil eines öffentlichen Mitmachparks. Es gibt Gemeinschaftsbeete und Hochbeete für Familien, Gruppen und Einzelpersonen. Auch der ehemalige Schulgarten des Dathe-Gymnasiums gehört dazu.
Wohin geht die andere Hälfte?
Die Pankower Suppenküche erhält ebenfalls 3500 Euro. (Mehr erfahren)
Gärtnern auf belastetem Boden
Mehr als 100 Jahre Bahnbetrieb haben Schadstoffe im Boden hinterlassen, unter anderem durch mit Teeröl behandelte Schwellen. Obst, Gemüse oder Kräuter können deshalb nicht überall direkt in der Erde angebaut werden. Erde, Pflanzen und Baumaterial finanziert das Projekt selbst.
Ein Ort für Pflanzen, Tiere und Menschen
Dabei geht es um mehr als Gemüseanbau. Die Fläche soll Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten und zugleich ein grüner Ort für die Nachbarschaft sein.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, hatte das GleisBeet für die Spende ausgewählt:
Gerade in der dicht bebauten Innenstadt seien sie wichtig gegen Hitzewellen und für die Begrünung der Stadt.
Wie alles begann...
Der Eisenbahnkalender erscheint bereits seit 2015. Die Idee entstand beim Ostkreuz-Umbau. Fotografen stellen Bilder kostenlos bereit, Initiator Sven Heinemann bezahlt den Druck, die S-Bahn übernimmt den Vertrieb. 1.000 verkaufte Kalender zu je sieben Euro ermöglichen zwei Spenden von je 3.500 Euro. Für 2027 ist das Motto „20 Jahre Ostkreuz-Umbau“ geplant – mit Ansichten, die zeigen, wie anders der Bahnhof einmal aussah.





