Umweltschutz in den Werken

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass wir auch in den Werken jeden Tag daran arbeiten „ein bisschen grüner“ zu werden.

Umweltschutz in den Werken – wie geht das?
Der Eingangsbereich des Werks Schöneweide.
Der Haupteingang des Werkes Schöneweide

Auch in den Werken der S-Bahn Berlin gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv für den Umweltschutz zu engagieren, sei es beispielsweise durch energieeffizientes Handeln oder durch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Materialien, die wir für unsere Arbeit nutzen.

Senkung des Energieverbrauchs bei der Beleuchtung

Allein die Beleuchtung der Werke bedarf enormer Energie. Doch hier einfach ein paar Glühbirnen auszutauschen, ist nicht überall möglich, denn einige der Werkshallen sind bis zu 14 Meter hoch, andere bringen es nur auf vier bis fünf Meter Höhe. Gemeinsam ist den Werkshallen, dass sie alle ein auf die Arbeitsbedürfnisse zugeschnittenes Lichtkonzept benötigen.

Zusammen mit der DB Netz wird an der Richtlinie für Beleuchtungsvorgaben gearbeitet um für die Werke LED-basierte Systeme zu entwickeln, über die verschiedene neue – umweltfreundlichere - Beleuchtungskonzepte auf ihre Tauglichkeit im Arbeitsalltag der Werke geprüft werden. Auch wenn es noch dauern kann, bis hier weitere Ergebnisse vorliegen, sparen wir allein mit der bereits im Werk Erkner auf LED umgerüsteten Beleuchtung und der Gleisfeldbeleuchtung im Werk Schöneweide bei einer Gleislänge von 8 Kilometern bereits einiges an Energie.

Weniger Heizenergie durch Senkung der Vorlauftemperatur

Ein Blick in das Herz des Heizkraftwerks Schöneweide
Ein Blick in das Herz des Heizkraftwerks Schöneweide

Im Heizkraftwerk in Schöneweide wurde die Vorlauftemperatur von 120 Grad auf ca. 90 Grad gesenkt. So konnte die Heizenergie von 19 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2013 auf knapp 13 Millionen Kilowattstunden im Folgejahr gesenkt werden – ohne dass die S-Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter frieren müssen. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt jährlich rund 4.400 Kilowattstunden, das heißt, mit der in diesem Werk eingesparten Energie könnten mehr als 1.300 Familien ein Jahr lang auskommen.

Vom Umgang mit potenziell umweltgefährdenden Stoffen

Der Umgang mit potenziell umweltgefährdenden Stoffen

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Unternehmen der sparsamen Verwendung und sicheren Lagerung von Lacken, Farben und anderen potenziell umweltgefährdenden Stoffen sowie der umweltschonenden Entsorgung der Reststoffe. Auch auf die Reinhaltung der Luft beim Lackieren durch effektive Abluftreinigungsanlagen wird geachtet. Wir arbeiten darüber hinaus daran, die Freisetzung von Kohlenwasserstoffen, die das Klima schädigen, zu senken. Wir prüfen derzeitig den Einsatz von wiederverwendbaren Druckluftspraydosen und versuchen, weniger gefährliche Stoffe einzusetzen.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

Auch wenn es bei einem Eisenbahn-Verkehrsunternehmen nicht unmittelbar auf der Hand liegt – dem Element Wasser kommt bei der S-Bahn Berlin auf vielfältige Weise eine enorme Bedeutung zu.

Viele der Werke befinden sich mitten im Grünen und in Wassernähe: Das Werk Schöneweide liegt beispielsweise neben einem Trinkwassereinzugsgebiet des Wasserwerkes Johannisthal, während das Werk Wannsee in direkter Nähe zum Wasser gelegen ist. In Notfall- oder Havarie-Situationen muss schnell reagiert werden.

Industrielle Abwässer

Vorreinigung industrieller Abwässer

Die S-Bahn Berlin erzeugt industrielle Abwässer, beispielsweise durch die Reinigung der Züge. Zum Schutz der Berliner und Brandenburger Gewässer wird eine Vorreinigung der industriellen Abwässer vorgenommen, bevor diese an die Wasserbetriebe übergeben werden. Dabei wird genau auf die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte geachtet.

Um den Verbrauch von Trinkwasser so gering wie möglich zu halten, wird das Waschwasser der Außenreinigungsanlagen im Kreislauf geführt und durch Regenwassernutzung ergänzt. Das sind Vorgaben des Gesetzgebers, die wir frühzeitig umgesetzt haben und schon seit vielen Jahren erfolgreich nutzen.

Senkung des Wasserverbrauchs in den Sanitäranlagen

Senkung des Wasserverbrauchs in Sanitäranlagen

Durch die Sanierung von Sanitäranlagen konnte der Wasserverbrauch im Unternehmen enorm gesenkt werden. In den Werken wurde der Wasserverbrauch insgesamt seit 2012 von 37.000 m³ auf rund 26.000 m³ gesenkt. Das ist eine Ersparnis von 11.000 m³, also 11 Millionen Litern.

Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf liegt in Deutschland bei rund 127 Litern pro Tag, das bedeutet, mit der Einsparung der Werke der S-Bahn Berlin können rund 86.600 Menschen einen Tag lang ihren Wasserverbrauch bestreiten.