100 Jahre Werk Oranienburg: S-Bahn modernisiert dortige Instandhaltung für die Zukunft

Neuer Instandhaltungsvertrag sichert Zukunft des Werke-Standorts Oranienburg • Werk wird im laufenden Betrieb umfassend modernisiert • Industriearbeitsplätze in Brandenburg langfristig gesichert

S-Bahnchef Heiko Büttner gratuliert | © Foto: Kathrin Fiehn - frei für journalistische Zwecke
S-Bahnchef Heiko Büttner gratuliert | © Foto: Kathrin Fiehn - frei für journalistische Zwecke

Das S-Bahn-Werk Oranienburg feierte heute sein 100-jähriges Jubiläum. Seit 1926 findet dort die betriebsnahe Instandhaltung von S-Bahn-Zügen statt. Gemeinsam mit den Werkstatt-Mitarbeitenden vor Ort feierten heute: Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing sowie S-Bahn-Chef Heiko Büttner.

Die Beschäftigten können nicht nur auf eine bewegte Vergangenheit des Werks blicken, sondern dank des neuen Instandhaltungsvertrages auch optimistisch in die Zukunft. Die S-Bahn Berlin modernisiert das Werk in den nächsten Jahren für künftige Instandhaltungsaufgaben, unter anderem mit einer neuen Heizungs- sowie einer Photovoltaikanlage.  

Wir blicken mit Stolz auf die langjährige Geschichte unseres Werkes zurück. Seit 100 Jahren sorgen unsere Mitarbeitenden in Oranienburg dafür, dass Züge pünktlich, sauber und verlässlich in den Fahrgasteinsatz gehen. Damit leisten sie Tag für Tag einen entscheidenden Beitrag für eine funktionierende S-Bahn in der Metropolregion.
Heiko Büttner Chef der S-Bahn Berlin
Die Menschen brauchen eine S-Bahn, auf die sie sich im Alltag verlassen können. Dafür müssen wir langfristig vorsorgen. Mit dem neuen Verkehrsvertrag und dem Infrastrukturausbau im Rahmen von i2030 schaffen wir die Grundlage für einen modernen S-Bahn-Verkehr und geben dem Werk Oranienburg eine Zukunft. Das sichert Arbeitsplätze in Brandenburg und kommt den Menschen zugute, die täglich zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause fahren. 100 Jahre Werk Oranienburg sind deshalb ein guter Anlass, nicht nur zurückzublicken, sondern die nächsten Jahre anzupacken.
Robert Crumbach Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Eine Torte zum großen Geburtstag | © Foto: DB AG / Oliver Lang - frei für journalistische Zwecke
Eine Torte zum großen Geburtstag | © Foto: DB AG / Oliver Lang - frei für journalistische Zwecke
Das S-Bahn-Werk gehört seit 100 Jahren zu Oranienburg und ist eng mit der Geschichte unserer Stadt verbunden. Dass der Standort nun umfassend modernisiert und langfristig gesichert wird, ist ein starkes Signal für die Infrastruktur in Oranienburg und in der gesamten Region. Eine funktionierende Schieneninfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Werk über Generationen hinweg geprägt und mit ihrem Wissen und ihrer Arbeit zu seiner erfolgreichen Geschichte beigetragen haben.
Jennifer Collin-Feeder Bürgermeisterin der Stadt Oranienburg
Mit den neuen Verträgen dürfen sich Fahrgäste auf neue, moderne Fahrzeuge und mehr Verkehrsleistung der S-Bahn Berlin freuen. Dafür braucht es eine ausreichend dimensionierte Eisenbahninfrastruktur, einschließlich leistungsfähiger Werkstätten, die die Züge zuverlässig auf die Strecke bringen. Deshalb sichern wir gemeinsam langfristig den Bestand des S-Bahn-Werkes in Oranienburg.
Christoph Heuing VBB-Geschäftsführer
Gruppenfoto mit Werksmitarbeitenden | © Foto: DB AG / Oliver Lang - frei für journalistische Zwecke
Gruppenfoto mit Werksmitarbeitenden | © Foto: DB AG / Oliver Lang - frei für journalistische Zwecke

Der im Juli geschlossene Verkehrsvertrag sieht eine Ausweitung des S-Bahn-Verkehrs vor. Allein im Teilnetz Nord-Süd wird die Verkehrsleistung um vier Millionen Zugkilometern von heute 26 Millionen auf zukünftig rund 30 Millionen steigen. Für den Zuwachs an Verkehr und für die Modernisierung der Zugflotte werden insgesamt mindestens 350 neue Fahrzeuge beschafft. Damit diese Züge auch in Zukunft pünktlich, sauber und verlässlich für Fahrgäste im Einsatz sind, reparieren und warten die Mitarbeitenden der S-Bahn Berlin die Züge Tag für Tag in den Werkstätten. Das Werk Oranienburg bleibt auch in Zukunft ein zentraler Baustein für Züge im Nord-Süd-System und wird für die neuen Aufgaben umfassend modernisiert. Der Umbau des Werks erfolgt bei laufendem Betrieb.

1877

Errichtung eines ersten Lokschuppens

1926

Start des elektrischen Zugbetriebs in Oranienburg und Bau der 160 Meter langen Halle für die neuen Triebwagen

1945

Zerstörung der Anlage am 15. März 1945

Bis 1950

Wiederaufbau der Halle

1990er

Modernisierung der Anlage

2010

Integration in das Instandhaltungsprogramm der S-Bahn Berlin mit Drei-Schicht-Betrieb

Weitere Fakten zum Werk:

  • Werk für betriebsnahe Instandhaltung von S-Bahn-Zügen
  • 4 Gleise mit jeweils 4 Arbeitsständen
  • 46 Mitarbeitende dauerhaft beschäftigt
  • Günstige Infrastruktur ermöglicht dazugehörige Testfahrten zwischen Oranienburg und Birkenwerder

Bilder von der Jubiläumsveranstaltung

Fotos finden Sie ab ca. 14.00 Uhr unter mediathek.deutschebahn.com.