Schnellere Erstversorgung mit Sanitätsdienst
Pilotprojekt bis Ende Juni verlängert: Wir haben Sanitäter:innen an zwei Bahnhöfen stationiert.
Notarzteinsätze verursachen bei der S-Bahn Berlin immer häufiger eine große Anzahl von Zugausfällen und Verspätungsminuten. „In dieser Größenordnung hatten wir das früher in Berlin nicht, wir brauchen Lösungen“, sagt Karsten Preißel, Geschäftsführer Produktion bei der S-Bahn Berlin.
Aus diesem Grund startete das Unternehmen Anfang November 2025 ein Pilotprojekt, das zunächst bis zum 16. Januar 2026 laufen sollte und bis Ende Juni 2026 verlängert wurde.
Wichtige Umsteigeknoten
An den Bahnhöfen Zoologischer Garten (bis 9. Januar 2026 wurde der Pilot am Bahnhof Alexanderplatz durchgeführt) und Hauptbahnhof sind je 2 Sanitäter:innen des Deutschen Roten Kreuzes stationiert, die sich um erkrankte oder verletzte Personen kümmern sollen.
Die Helfer:innen sind montags bis freitags jeweils von 13 bis 18 Uhr vor Ort.
Und so läuft es ab:
Kommt es zu einem Notfall im Zug, gehen die Sanitäter:innen, sobald der Zug im Bahnhof eingefahren ist, zu dem betroffenen Fahrgast und schätzen ein, ob die Erstversorgung auf dem Bahnsteig vorgenommen werden kann. Sie übernehmen anschließend die Betreuung, bis der Rettungsdienst eintrifft – und der Zug kann seine Fahrt fortsetzen.
Die S-Bahn Berlin erhofft sich auf diese Weise, die Auswirkungen von Notarzteinsätzen auf den Betrieb deutlich zu reduzieren. Die Verlängerung des Pilotprojektes soll nun helfen, weitere Erfahrungen zu sammeln und das Konzept nach Auswertung gegebenenfalls auch auf weitere Bahnhöfe auszuweiten.
Seit dem Start des Projekts im November 2025 konnte bereits mehreren Fahrgästen geholfen werden.



