Baumaßnahmen

Zweites Leben für die Siemensbahn

Nach jahrzehntelanger Stilllegung: Symbolisches Startsignal für die Sanierung des Stahlviadukts

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigte für Berlin (2.v.l.), Verkehrssenatorin Ute Bonde, VBB-Chef Christoph Heuing (2.v.r.), Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz (l.) und Frank Bewig (r.), Bezirksbürgermeister von Spandau, gaben das Startsignal für die Sanierung des Stahlviadukts.
Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigte für Berlin (2.v.l.), Verkehrssenatorin Ute Bonde, VBB-Chef Christoph Heuing (2.v.r.), Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz (l.) und Frank Bewig (r.), Bezirksbürgermeister von Spandau, gaben das Startsignal für die Sanierung des Stahlviadukts.

Die Reaktivierung der Siemensbahn nimmt Formen an. Ende Juni haben erste Arbeiten begonnen. Dabei geht es zunächst um die Sanierung des Stahlviadukts. Das symbolische Startsignal hierfür gaben der DB-Konzernbevollmächtigte Alexander Kaczmarek, die Verkehrssenatorin Ute Bonde, der VBB-Chef Christoph Heuing und Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz.

Nun geht es los. Mit der Siemensbahn binden wir Siemensstadt und Spandau direkt an den Berliner S-Bahnring an. Das schafft nachhaltige Mobilität
Alexander Kaczmarek DB-Konzernbevollmächtigte für Berlin

Die ersten Arbeiten laufen auf einem Testfeld, an dem zentrale Verfahren für die Instandsetzung des Stahlviadukts untersucht werden. Das denkmalgeschützte Viadukt stammt aus dem Jahr 1928 und besteht aus insgesamt 71 Einzelbauwerken. Nach jahrzehntelanger Stilllegung weist es umfangreiche Schäden auf. Dazu zählen Verformungen, Korrosionsschäden, beschädigte Lager sowie Defizite bei Entwässerung und Tragwerk. Die gesammelten Erkenntnisse im Testfeld sind Grundlage für den anschließenden Bauablauf des Gesamtprojekts.

Moderne Technik, historischer Look

Im Zuge der Ertüchtigung des Stahlviadukts bleibt ein Großteil der historischen Substanz erhalten und wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die bestehenden Unterbauten werden überwiegend weitergenutzt. Gleichzeitig wird die Strecke für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet – mit zwei Gleisen und zeitgemäßer technischer Ausstattung.

Städtebau und ÖPNV-Ausbau greifen an diesem Ort vorbildlich ineinander. Während nebenan der neue Wohn- und Innovationsstandort Siemensstadt Square entsteht, startet hier am Viadukt ein neuer Meilenstein im Projekt i2030 für die Reaktivierung der Siemensbahn. Perfekt für die Menschen, die dann eine S-Bahn-Anbindung im 10-Minuten-Takt unter anderem zur Ringbahn und zum Hauptbahnhof bekommen.
Christoph Heuing VBB-Chef

Viereinhalb Kilometer Strecke werden reaktiviert

Im Sommer 2024 fiel der Startschuss für das Stadtquartier Siemensstadt Square. Geplant sind dort neben Büro-, Forschungs- und Gewerbeflächen rund 3.000 Wohnungen, eine Schule und Kitas.

Zur Förderung des Innovationsstandorts hat das Land Berlin die Reaktivierung der Siemensbahn angestoßen. Die Deutsche Bahn plant und realisiert die Reaktivierung des viereinhalb Kilometer langen Abschnitts.

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