Zweites Leben für die Siemensbahn
Nach jahrzehntelanger Stilllegung: Symbolisches Startsignal für die Sanierung des Stahlviadukts
Die Reaktivierung der Siemensbahn nimmt Formen an. Ende Juni haben erste Arbeiten begonnen. Dabei geht es zunächst um die Sanierung des Stahlviadukts. Das symbolische Startsignal hierfür gaben der DB-Konzernbevollmächtigte Alexander Kaczmarek, die Verkehrssenatorin Ute Bonde, der VBB-Chef Christoph Heuing und Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz.
Die ersten Arbeiten laufen auf einem Testfeld, an dem zentrale Verfahren für die Instandsetzung des Stahlviadukts untersucht werden. Das denkmalgeschützte Viadukt stammt aus dem Jahr 1928 und besteht aus insgesamt 71 Einzelbauwerken. Nach jahrzehntelanger Stilllegung weist es umfangreiche Schäden auf. Dazu zählen Verformungen, Korrosionsschäden, beschädigte Lager sowie Defizite bei Entwässerung und Tragwerk. Die gesammelten Erkenntnisse im Testfeld sind Grundlage für den anschließenden Bauablauf des Gesamtprojekts.
Moderne Technik, historischer Look
Im Zuge der Ertüchtigung des Stahlviadukts bleibt ein Großteil der historischen Substanz erhalten und wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die bestehenden Unterbauten werden überwiegend weitergenutzt. Gleichzeitig wird die Strecke für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet – mit zwei Gleisen und zeitgemäßer technischer Ausstattung.
Viereinhalb Kilometer Strecke werden reaktiviert
Im Sommer 2024 fiel der Startschuss für das Stadtquartier Siemensstadt Square. Geplant sind dort neben Büro-, Forschungs- und Gewerbeflächen rund 3.000 Wohnungen, eine Schule und Kitas.
Zur Förderung des Innovationsstandorts hat das Land Berlin die Reaktivierung der Siemensbahn angestoßen. Die Deutsche Bahn plant und realisiert die Reaktivierung des viereinhalb Kilometer langen Abschnitts.



