Neuer S-Bahnretter im Dienst
Ein moderner Hilfsgerätezug steht jetzt für Notfälle und Havarien bereit.
Er ist der Retter in der Not: Die S-Bahn Berlin hat seit Ende März einen neuen Hilfsgerätezug, kurz auch Hilfszug genannt. Dieser kann nun bei Entgleisungen oder Unfällen im S-Bahnnetz wirkungsvoll eingesetzt werden, um die Fahrzeuge zu bergen und die Strecke schnellstmöglich wieder für den Verkehr freizubekommen.
Der „Neue“ wurde am 25. März von Lichtenberg ins S-Bahnwerk Wannsee überführt: Er löst den in die Jahre gekommenen bisherigen Hilfsgerätezug ab, der seit 1994 im Einsatz war und derzeit noch in der Werkhalle in Wannsee steht.
Der Zug ist also eine Spezialanfertigung aufgrund der Tunnelmaße. Gezogen von Loks der Baureihe 1005, kann er im Notfall überall im S-Bahnnetz eingesetzt werden.
Und auch wenn es selten vorkommt – es gibt Unfälle: So entgleiste 2012 eine S-Bahn der Linie S25 kurz hinter dem Bahnhof Tegel auf ihrem Weg nach Hennigsdorf – die mittleren Wagen des Zuges sprangen an einer Weiche aus den Schienen. Knapp drei Jahre später, im Juni 2015, entgleiste ein Zug der S-Bahnlinie S5 auf dem Weg in Richtung Spandau kurz vor dem S-Bahnhof Hoppegarten. Vier Wagen des Zuges sprangen aus den Gleisen. Zwei Beispiele für Unfälle, bei denen ein Hilfsgerätezug zum Einsatz kam.
Ob Schraubenschlüssel oder Holzblöcke, eine Leiter oder Spezialgerät – alles ist im Fahrzeug verstaut. Doch es gibt auch Hydraulikheber, mit denen der Zug wieder auf die Schiene gehoben werden kann, und Rollböcke, die unter jede Baureihe der S-Bahn passen und ermöglichen, dass das Fahrzeug selbst bei festgefahrener Bremse abtransportiert werden kann.







