Die grüne S-Bahn

Grüner unterwegs

10 Gründe, warum die S-Bahn Berlin das Klima schützt

Klimawandel und Ressourcenmangel zwingen zum Umdenken. Die Berliner S-Bahn hat verstanden. Und Kurs genommen auf eine nachhaltige Zukunft. Wie? Das lest ihr hier.

Unsere S-Bahnen ersetzen täglich viele Autofahrten. Und sie sind mit Strom unterwegs.

1. Sauber unter Strom für Berlin und Umgebung

Unsere S-Bahnen ersetzen täglich viele Autofahrten. Und sie sind mit Strom unterwegs. So tragen wir dazu bei, die Luftbelastung mit Treibhausgasen, Feinstaub und Stickoxid in der Hauptstadt und im Umland zu senken. Denn wer Auto fährt, verursacht etwa 2,5 Mal so viel klimaschädliches Treibhausgas wie Nutzer von Straßen-, Stadt- oder U-Bahnen – und 8,6 Mal so viel Stickoxid.

2. Mit Fahrerassistenzsystem Energie sparen

Rund 400 Gigawattstunden Bahnstrom verbraucht allein der Betrieb der S-Bahnen pro Jahr. Damit dieser Wert sinkt, unterstützt das Fahrerassistenzsystem FASSI die Triebfahrzeugführer unter anderem dabei, beim Fahren weniger Energie zu verbrauchen. So könnte der S-Bahnbetrieb künftig 18 Millionen Kilowattstunden Strom weniger verbrauchen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 6.000 Zwei-Personen-Haushalten.

3. Blendende Aussichten dank LED

LED-Lampen punkten mit hoher Lichtausbeute, niedrigem Energieverbrauch und langer Lebensdauer. Künftig sollen sie auch bei der S-Bahn für mehr Energieeffizienz sorgen. Die Spitzenbeleuchtung an der Zugfront der S-Bahnen haben wir bereits mit LEDs ausgestattet. In der Entwicklung ist ein Beleuchtungskonzept für die Werke der S-Bahn, das auf LED-Technik basiert. Im Werk Erkner und bei der Gleisfeldbeleuchtung im Werk Schönefeld sind die stromsparenden LEDs schon im Einsatz.

4. Mehr Heizenergie zum selben Preis

Die Vorlauftemperatur gibt an, auf wie viel Grad Celsius ein Wärmeerzeuger das Heizungswasser erhitzt, bevor es in Gebäuden für Wärme sorgt. Je niedriger diese Vorlauftemperatur ist, desto mehr Energie lässt sich sparen. So wie im Heizkraftwerk in Schöneweide: Nachdem die Vorlauftemperatur 2013 von 120 Grad auf 90 Grad Celsius abgesenkt wurde, sank auch der Heizenergieverbrauch – von 19 Millionen Kilowattstunden auf knapp 13 Millionen pro Jahr. Frieren muss deswegen niemand in den Werken der S-Bahn.

5. Umweltsünden in Büros auf der Spur

Auch in unseren Büroräumen achten wir auf Umweltschutz. In der S-Bahn-Zentrale im Nordbahnhof Carré verringert ein modernes Beleuchtungssystem den Energieverbrauch. Eine spezielle Lüftungsanlage ersetzt die Klimatechnik und spart auf diese Weise Strom. Technische Bürogeräte überprüfen wir vor ihrem Einsatz auf Umweltstandards. Unser Ziel ist es zudem, künftig noch weniger Müll zu produzieren. Und den Verwertungsanteil des anfallenden Mülls in unseren Büros auf über 70 Prozent zu steigern.

6. Farben und Co. sparsamer einsetzen

Auf Lacke, Farben und andere potenziell umweltgefährdende Stoffe wie Reinigungsmittel können wir bei der S-Bahn nicht verzichten. Wir arbeiten aber daran, sie noch sparsamer einzusetzen und Reststoffe umweltschonend zu entsorgen. Moderne Abluftreinigungsanlagen säubern die Luft beim Lackieren. Außerdem prüfen wir derzeit, ob sich wiederverwertbare Druckluftspraydosen bei der S-Bahn bewähren. Ein besonderes Umweltproblem bleiben Graffitis in oder an S-Bahnen – vom Reinigungsmittel bis zur Abfallentsorgung.

7. Gewässerschutz als oberstes Ziel

Beim Saubermachen der Züge fallen etliche Liter Abwasser an, das entsorgt werden muss. Um die Berliner und Brandenburger Gewässer zu schützen, reinigt die S-Bahn ihre industriellen Abwässer vor. Erst wenn dies geschehen ist und alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden, gehen die Abwässer an die Wasserbetriebe. Damit wir so wenig Trinkwasser wie möglich verbrauchen, wird das Waschwasser der Außenreinigungsanlage im Kreislauf geführt und durch Regenwasser ergänzt.

8. Umweltkoordinator im Dauereinsatz

Beim Thema Umweltschutz schauen wir bei der S-Bahn auf die Details. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an: Jeder Mitarbeiter ist ein Experte auf seinem Gebiet – und bringt seine Ideen für mehr Nachhaltigkeit ein. Der Umweltkoordinator der S-Bahn kümmert sich darum, dass aktuelle Rechtsvorschriften zum Umweltschutz und die Umweltpolitik des Unternehmens in allen Bereichen berücksichtigt werden. Geschäftsführung und ein Fachbereichsteam unterstützen ihn bei seiner Arbeit.

9. Partnerschaften für weniger Individualverkehr

Wer Rad- und S-Bahnfahren miteinander verbindet, schützt die Umwelt und entgeht Staus. Gemeinsam mit dem Berliner Senat, dem Land Brandenburg und der BVG arbeiten wir bei der S-Bahn daran, die Kombination von Fahrrad und Öffentlichem Nahverkehr noch attraktiver zu machen. Etwa durch immer mehr Fahrradstellplätze an unseren S-Bahnhöfen. Und durch Kooperationen mit Partnern wie dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dessen Tourenguide „Rad&Touren“ die S-Bahn vertreibt. Außerdem arbeiten wir mit LIDL-BIKE zusammen – damit Radfahren von jedem S-Bahnhof aus so unkompliziert wie möglich wird.

10. Initiativen für ein nachhaltiges Berlin

Wir nehmen Umweltschutz ernst: Mit unseren öffentlichen Aktionen engagieren uns mit gegen wachsende Müllberge und Ressourcenverschwendung. 2016 brachten S-Bahner mit ihrer Idee die Kampagne „Unser Becher für Berlin“ ins Rollen. Im Mittelpunkt stand ein Mehrweg-Kaffeebecher aus Bambus – als Alternative zu herkömmlichen Wegwerf-Behältern. Für den Kauf eines Kaffee-Bechers gab es Rabatte bei BIO Company, Marktzeit Berlin und Bäckerei Weichhardt. Zudem flossen jeweils zwei Euro an die Kampagne Stadtbäume für Berlin.

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