Ausbildung

„Girls’ and Boys’ Day“ bei der S-Bahn

Am 25. April können sich Mädchen und Jungen im Werk Schöneweide ausprobieren.

Das ging schnell. Alle Plätze sind leider schon ausgebucht! Danke für euer Interesse!

Wie läuft das hier im Werk? Bei Führungen bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Wie läuft das hier im Werk? Bei Führungen bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

In welchen Berufen sind Mädchen besonders gut und welche Jobs passen wohl besser zu Jungs? Spielt das Geschlecht dabei überhaupt eine Rolle? Natürlich nicht! Trotzdem halten sich viele Klischees noch immer hartnäckig.

Damit will der Zukunftstag – auch bekannt als „Girls’ Day“ und „Boys’ Day“ – Schluss machen. Er findet in diesem Jahr am 25. April statt. Der bundesweite Aktionstag ermöglicht Jugendlichen ab Jahrgangsstufe 7 vor Ort in Betrieben unterschiedliche Berufe kennenzulernen und den Traumjob zu finden – ganz unabhängig von veraltetem Rollendenken.

Die S-Bahn Berlin lädt von 8 bis 14 Uhr in das Werk Schöneweide ein.

Geplant sind vier Stationen – ganz oben auf dem Programm stehen auch hier die praktischen Übungen. Außerdem werden die Teilnehmenden durch das Werk geführt und erhalten Einblicke in die technischen Berufe der S-Bahn Berlin. Ebenfalls vorgestellt werden den Jugendlichen die Berufe von DB Gastro. Und welcher Beruf darf auch bei der S-Bahn Berlin nicht fehlen? Na klar, Lokführer:in! Auch dazu erfahren die Teilnehmenden am 25. April also alles und können sich zudem auf eine Mitfahrt auf dem Werksgelände freuen.

Sophie Todt will sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren und so herausfinden, welcher Beruf zu ihr passt.
Sophie Todt will sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren und so herausfinden, welcher Beruf zu ihr passt.

Sophie Todt arbeitet hochkonzentriert. Die 14-Jährige versucht sich an einer Lampenschaltung. Es gilt, eine Batterie anzuschließen und Leitungen zu verlegen. Wenn alle Anschlüsse stimmen, legt Sophie am Ende einen Schalter um und bringt damit eine kleine, rote Lampe zum Leuchten.

Die Schülerin ist zusammen mit 21 weiteren Schüler:innen der 5. bis 8. Klasse zu Besuch im S-Bahn-Werk Schöneweide. Dorthin hat die S-Bahn Berlin am 27. April anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Girls’ and Boys’ Day“ geladen. Der Zukunftstag soll Mädchen und Jungen zur Berufsorientierung dienen und ihnen dabei helfen, ganz vorurteilsfrei in unterschiedliche Berufsfelder reinzuschnuppern.

In Schöneweide werden die Schüler:innen an diesem Tag in vier Gruppen aufgeteilt, in denen sie im Wechsel die insgesamt vier vorbereiteten Stationen durchlaufen. An Station A erfahren sie unter anderem etwas zur Unternehmensgeschichte sowie den Ausbildungsmöglichkeiten, Station B ist eine Führung durch das komplette Werk.

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Stationen C und D, denn dort wird es endlich praktisch: An Station C dürfen die Schüler:innen selbst im Führerstand einer S-Bahn Platz nehmen und ein kurzes Stück auf gerader Strecke fahren und an Station D, in der Azubi-Werkstatt, wartet die Praxisaufgabe mit der Lampenschaltung.

Ich finde es interessant, wie Züge aufgebaut sind. Für die Teilnahme hier habe ich mich entschieden, weil ich mich ausprobieren und herausfinden will, was ich später beruflich machen möchte.

Sophie Todt Teilnehmerin beim Zukunftstag

Ihre erste Station an diesem Tag gefällt Sophie schon mal. „Das macht sehr großen Spaß, ich bin auf jeden Fall auch offen für technische Berufe“, sagt die Schülerin.

Während sie werkelt, schaut Patrick Kamm ihr über die Schulter und gibt Tipps, wenn es mal hakt. „Wir haben hier eine kleine Aufgabe aus dem Ausbildungsbereich der Elektrotechnik aufgebaut“, erklärt er.

Azubis betreuen Schüler:innen

Patrick Kamm absolviert derzeit selbst die Ausbildung zum Industrieelektriker mit anschließendem Triebfahrzeugführer-Lehrgang und betreut die Schüler:innen gemeinsam mit anderen Auszubildenden.

Patrick Kamm und Sophie Todt an der Lampenschaltung
Tipps vom Azubi - Patrick Kamm und Sophie Todt an der Lampenschaltung.
Spannend und gar nicht so einfach: die Schaltaufgabe.
Spannend und gar nicht so einfach: die Schaltaufgabe.
Wir binden unsere Auszubildenden an solchen Tagen bewusst mit ein, weil sie eine starke Bindung zum Unternehmen haben und sich freuen, selbst was erklären zu können. Außerdem sind sie authentisch.

René Dohrmann Nachwuchskräfte-Gesamtkoordinator bei der S-Bahn Berlin

Für das Unternehmen habe es sich bewährt, frühzeitig bei Schüler:innen nach Nachwuchs zu suchen, erzählt René Dohrmann weiter. Er organisiert den Zukunftstag seit 2014, hat selbst seine Ausbildung bei der S-Bahn Berlin absolviert.

Vom Azubi zum Ausbilder

„In den vergangenen Jahren haben wir bei den Zukunftstagen immer wieder Praktikanten und Praktikantinnen sowie Auszubildende finden können, die auch nach ihrem Abschluss bei uns geblieben sind. Ein Kollege zum Beispiel ist inzwischen selbst Ausbildungslokführer.“

Probesitzen im Führerstand
Lucas Thiemig kann sich gut vorstellen, nach der Schule eine Ausbildung zum Lokführer zu beginnen.

Das ist auch der Beruf, für den sich Lucas Thiemig an diesem Tag besonders interessiert. An Station C löchert er Lokführer Christian Albrecht mit Fragen – und darf dann selbst ans Steuer.

Mal kurz eine S-Bahn fahren

Für ihn allerdings keine Premiere, wie der Zwölfjährige im Anschluss erzählt. „Ich habe schon mal eine ältere S-Bahn gefahren, die hatte noch Holzsitze. Das war zum Tag der offenen Tür im Werk Erkner und der Führerstand sah ganz anders aus.“ Doch auch vom Führerstand der Baureihe 480, die die Schüler:innen diesmal fahren dürfen, ist Lucas Thiemig angetan.

„So einen habe ich noch nie gesehen, das war sehr cool und hat Spaß gemacht“, sagt er grinsend. „Und die Sicht durch das große Fenster vorne ist auch beeindruckend, ganz anders als als Fahrgast.“

Den Fehlern auf der Spur

Ganz so gut wie bei Lucas klappt es an diesem Tag nicht bei allen Schüler:innen. Sophies Lampe zum Beispiel leuchtet am Ende leider nicht – allerdings bleibt für eine Fehleranalyse keine Zeit mehr.

„Dabei wäre das eigentlich das Interessanteste“, sagt Patrick Kamm. „Kann aber manchmal auch echt lange dauern“, ergänzt er lachend, bevor er die Schaltung zurückbaut, damit sich die nächste Gruppe daran versuchen kann.

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