Unternehmen

S-Bahn erzielt Fahrgastrekord

Unsere Fahrgastzahlen und die Ergebnisse der Pünktlichkeitsmessungen aus dem Jahr 2018

Die „Basics“ zum Unternehmen

Menschen auf dem Bahnsteig steigen in die S-Bahn

2.821 Mitarbeiter sorgen dafür, dass tagtäglich die S-Bahnen durch Berlin und Brandenburg fahren, darunter knapp 1.110 Triebfahrzeugführer. Im Einsatz sind 650 Viertelzüge (Zwei-Wagen-Einheiten), die im 327,4 Kilometer langen Streckennetz an den Werktagen rund 1,5 Millionen Fahrgäste befördern. Der durchschnittliche Fahrgast legt circa 10 Kilometer pro S-Bahn-Fahrt zurück.

Zum Qualitätsprojekt S-Bahn Plus

Zum Zahlenspiegel der S-Bahn

 

Leichte Verbesserung: die Pünktlichkeit

Die Pünktlichkeitsquote der rot-gelben Züge hat sich im zweiten Halbjahr 2018 auf 95,5 Prozent verbessert, in der zweiten Hälfte des Vorjahres waren es 93,7 Prozent. Und jede Erhöhung hinter dem Komma bedeutet harte Arbeit. Dauerhaft mindestens 96 Prozent aller Züge pünktlich fahren zu lassen, bleibt das Ziel – und daran wird weiter mit hohem Einsatz gearbeitet.

Denn die Basis für mehr Fahrgäste sind die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit

Peter Buchner Vorsitzender Geschäftsführer der S-Bahn

Der Rekord: die Fahrgastzahlen

Beförderte die Berliner S-Bahn 2012  395 Millionen Fahrgäste im Jahr, sind es 2018 21 Prozent mehr gewesen. Die Zahl stieg im letzten Jahr auf 478 Millionen Fahrgäste – ein Rekordwert!

Der Strecken-Champion: die östliche Stadtbahn

„Wir haben mehr Fahrgäste auf dem östlichen Ring und der östlichen Stadtbahn.  Der stärkste Abschnitt ist dabei die Strecke zwischen Friedrichstraße und Hackescher Markt, auf der werktags 230.000 Kundinnen und Kunden unterwegs sind. Auf der Stadtbahn stieg in den letzten sechs Jahren die Fahrgastzahl um 50.000 pro Tag. Schauen wir auf den Ring, dann können wir feststellen, dass es dort einen Zuwachs von 40.000 Fahrgästen pro Tag gab.“

Brandenburger an Bord

Auf den Brandenburger S-Bahn-Strecken pendeln jeden Tag knapp 200.000 Fahrgäste in unseren Zügen. Dabei nutzt ein Großteil der Reisenden aus dem Berliner Umland die Bahnen der Strecken S5 und S7. Hervorzuheben ist auch, dass sich die S9 und S45 ab Flughafen Schönefeld stark entwickelt haben. Da gibt es einen Anstieg von 85 Prozent im Vergleich zu 2012.

Die Bahnhofs-Stars

Der Star der Bahnhöfe, schlicht durch die stärkste Frequentierung, ist der S-Bahnhof Ostkreuz, bei dem täglich 235.000 Fahrgäste ein-, aus-, zu- oder umsteigen. Der Bahnhof Friedrichstraße kommt auf 220.000 Fahrgäste pro Tag, Gesundbrunnen auf 140.000.

Die neue Baureihe 483/484: „Eine Frage der Ehre“

Die S-Bahn Berlin hat die 382 neuen Wagen beim Konsortium Siemens Mobility/ Stadler in Auftrag gegeben. Eine derartige Neuentwicklung ist auch für erfahrene Hersteller eine Herausforderung, bei der immer wieder unerwartete Probleme zu lösen sind. Das ist anders, als wenn Fahrzeuge „von der Stange“ bestellt werden, die schon andernorts fahren.

Die ersten 10 neuen Fahrzeuge werden zum planmäßigen Einsatz am 01.01.2021 auf der S47 erwartet. Würden die Fahrzeuge zu spät kommen, gäbe es Strafzahlungen von uns an den VBB als Besteller und von den Herstellern an die S-Bahn Berlin. Das würde beiden finanziell wehtun. Auch unabhängig davon, ist es eine Frage der Ehre, die neuen Züge pünktlich zum Einsatz zu bringen.

Beiträge zur "Neuen S-Bahn"

Das Gesamtergebnis: Weniger Gewinn durch günstigere Preise für die Länder als Besteller

Die deutlichen Fahrgast-Zuwächse lassen sich nicht 1:1 in den Umsatzerlösen des Jahres 2018 ablesen. Sie sanken leicht von knapp 782 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 746,5 Millionen Euro. Die Gewinnausschüttung an die Deutsche Bahn sank damit ebenfalls - um 20 Millionen Euro auf 49,4 Millionen Euro. Das ist eine Folge der neuen Verkehrsverträge. Die S-Bahn Berlin konnte den Ländern trotz des hohen Instandhaltungsaufwands für die alten Fahrzeuge einen guten Preis machen, da weniger Investitionen anstanden.

Ein Ausblick

Das große Wachstum findet im Zentrum statt. Die  Besteller sollten dies bei ihren Planungen des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin berücksichtigen und mehr Gelder für die Investitionen in die Infrastruktur bereitstellen, wie etwa zusätzliche Bahnsteige, vor allem auf dem Ring, mehr Signale oder auch die dringend benötigten Abstellgleise. Durch steigende Kosten in den Bereichen Instandhaltung und Personal ist davon auszugehen, dass 2019 der Umsatz steigen wird, der Gewinn jedoch rückläufig bleibt.