Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS

Gut in der Spur: S-Bahn Berlin fährt Erfolge mit Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS ein

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Hier werden Ihnen einige Projekte des Maßnahmenkatalogs zur Qualitätsoffensive vorgestellt.

Die S-Bahn Berlin hat ihr bisher umfassendstes Qualitätsprogramm, die Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS, zur Verbesserung von Pünktlichkeit, Qualität und Service im zweiten Halbjahr 2018 gestartet. Mehr als 30 Millionen Euro setzt die Deutsche Bahn dafür ein. Die Projektteams der Konzerngesellschaften DB Netz, DB Station & Service, DB Energie und S-Bahn Berlin haben die komplexen Betriebsabläufe unter die Lupe genommen und ein Programm mit 180 Bausteinen erarbeitet. Diese werden seitdem konsequent bearbeitet. Das Programm soll bis 2025 abgeschlossen sein.

Die aktuelle Bilanz:

  • Die S-Bahn Berlin erfüllt ihr Pünktlichkeitsziel.

Nach dem erfolgreichen Jahr 2019 (Pünktlichkeit: 96,1 Prozent) fuhren die Züge seit Januar 2020 eine durchschnittliche Pünktlichkeit von über 97 Prozent ein.

 

  • Die S-Bahnzüge sind zuverlässiger.

Im Vergleich zu 2019 gab es 6,9 Prozent weniger Störungen der Leit-/Sicherungstechnik und 8,2 Prozent weniger Fahrzeugstörungen, da Fahrzeugtechnik und Infrastruktur ständig optimiert wurden.

  • Die S-Bahnen und -Bahnhöfe sind schöner.

Im Rahmen des Programms Langlebigkeit Baureihe 481 werden immer mehr Fahrzeuge umgerüstet und sind damit komfortabler und störungsfrei im täglichen Einsatz. Zudem wurden bis zum Jahresende mehr als 90 Bahnhöfe durch künstlerische Wandgestaltungen und bauliche Veränderungen aufgewertet.

Wir haben viel erreicht. Denn die Berliner S-Bahn wird zwei Jahre nach dem Start der Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS noch pünktlicher, zuverlässiger – und auch schöner.

Alexander Kaczmarek Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin

Fazit nach zwei Jahren Qualitätsoffensive

Seit dem Start der Qualitätsoffensive konnte der Großteil der 180 Bausteine, die anfangs auf der To-do-Liste standen, abgearbeitet werden. Doch damit ist das Programm nicht beendet: Einige Dutzend neue Bausteine sind zwischenzeitlich in den Katalog aufgenommen und bearbeitet worden.

✔ Höchster Standard für Weichen: Zur Reduzierung von Weichenstörungen sind auf der Stadtbahn ca. 80 Prozent der Weichen auf den gegenwärtig besten Standard hochgerüstet worden. Der Teilprojektabschluss erfolgt vsl. 2021.

✔ Tausch von Signalkabelverteilerkästen: Um das Auftreten von Signalstörungen auf der Stadtbahn weiter zu reduzieren, wurden insgesamt 260 Signalkabelverteilerkästen instandgesetzt.

✔ Stabilisierung Zugbeeinflussungssystem (ZBS, kontrolliert den Zug): Zur Reduzierung der fahrzeugseitigen ZBS-Störungen werden seit Oktober 2019 sogenannte Ringkernspulen serienmäßig in alle Fahrzeuge der Baureihe 481 eingebaut. Inzwischen sind alle im Betrieb befindlichen Fahrzeuge umgerüstet.

✔ Nachschlagewerk im Störungsfall: Um bei Streckensperrungen nach Störungen wieder schneller in den Regelbetrieb zu kommen, sind rund 150 Störfallkonzepte entwickelt worden. Inzwischen wird bei 56 Prozent der großen Störfälle nach standardisierten Konzepten gefahren, die Nutzung stieg seit 2018 um 34 Prozentpunkte (2018: 22%; 2019: 46%; 2020: 56%).

✔ Schulungsfilme: Zur Unterstützung interner Prozesse werden für wichtige Themen Filme produziert und diese allen beteiligten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Einer dieser Filme hat den Titel „Personen am/im Gleis“. Ziel ist, dass durch differenzierte Einschätzung der Lage abgewogen wird, in welcher Weise der Verkehr eingeschränkt wird: Streckensperrung oder Fahren auf Sicht

✔ Hightech-Schutz gegen Graffiti: Die neuartige Beschichtung soll vor allem künstlerische Wandgestaltungen schützen und wurde an 17 Bahnhöfen aufgetragen. Bis zum Ende des Jahres sollen 30 weitere Bahnhöfe folgen.

✔Joboffensive: Bislang wurden 424 Lokführer erfolgreich ausgebildet, davon 18 in diesem Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Ausbildung für acht Wochen unterbrochen und völlig neu konzipiert werden. Sie wurde Ende Mai wieder aufgenommen. Ziel sind 65 fertig ausgebildete Lokführer in 2020.

✔ S3 Express: Zusätzlich zu den Maßnahmen des Qualitätsprogramms wurde in Abstimmung und auf Bestellung des VBB diese ursprünglich für 2024 geplante Maßnahme bereits zum Fahrplanwechsel 2019/20 realisiert. Darüber hinaus werden auf der Stadtbahn drei Zugfahrten der Linie S3 in der Hauptverkehrszeit über die reguläre Endstation Ostbahnhof bis nach Charlottenburg verlängert, um mehr Kapazitäten zu schaffen und um die nachfolgende S5 zu entlasten.

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Ein Bestandteil des Qualitätsprogramms S-Bahn PLUS ist die Verschönerung der Bahnhöfe

Qualität schaffen ist wie Rasenmähen – man muss regelmäßig nacharbeiten, sonst wachsen Unpünktlichkeit und Störungen wieder nach. Unsere Fahrgäste sollen zufrieden sein – dafür wurde dieses umfassende Programm ins Leben gerufen.

Peter Buchner Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin