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5 Stereotypen, die dir in der S-Bahn begegnen

Langeweile in den Öffis? Wir haben für euch in der S-Bahn „Leute gucken“ gespielt: Hier fünf Fahrgast-Typen, denen ihr immer wieder begegnet. Viel Spaß beim Beobachten!

Hip, hipper, Hipster

Sein S-Bahn-Revier befindet sich meist in Neukölln. Beanie auf dem Kopf, große Brille auf der Nase, Soja-Latte-to-go in der Hand (natürlich vegan!) – so steigt der Hipster relaxt in die S-Bahn. Aus seiner Gürteltasche, die er lässig über die Schulter schwingt, fischt er gekonnt sein Smartphone. Auf dem Weg zum Coworking-Space checkt er schnell seine Messages. Vorsicht, wenn der Zug kurz holpert! Dann heißt es in Deckung gehen, damit ihr nix von der heißen Brühe des Kollegen abbekommt. Ihr wollt gern ein wenig plaudern, um euch die Zeit zu vertreiben? Da seid ihr an der falschen Adresse. Man hat ja schließlich Wichtigeres zu tun!

Illustration eines Hipsters
Illustration eines Hipsters

Achtung Mama-Tier!

In Sachen Multitasking macht ihr keiner etwas vor: Souverän manövriert sie Kind, Spielsachen, Einkaufsbeutel und Buggy in die S-Bahn, bevor sich die Tür hinter ihr schließt. Tapfer erkämpft sie einen Platz für den Kinderwagen und Klein-Greta, die von all dem Stress nichts mitbekommt. Vergnügt sitzt sie da und wirft ihre Rassel auf den Boden. Das unterhält nicht nur sie, sondern auch gleich alle Mitfahrer. Ihre Mama hofft auf verständnisvolle Blicke der Sitznachbarn – und bekommt sie. Zumindest im Prenzlauer Berg. Schließlich hier sind schon einige Leas und Leonards groß geworden und haben ihre S-Bahn-Mitfahrer der S-Bahn bespaßt. An der Schönhauser Allee steigen beide aus. Für die Mama gibt es im Café um die Ecke einen Latte Macchiato, für Greta einen Spielkameraden.

Illustration einer Mutter mit Kind beim Kaffee trinken
Illustration einer Mutter mit Kind beim Kaffee trinken

Party-Queen on tour

In den frühen Morgenstunden trefft ihr sie mit Kopfhörern und ganz in Schwarz in der S-Bahn: Relaxt hängt die Party-Queen auf den Sitzen ab. Ganz entspannt bewegt sie ihren Kopf zum dröhnenden Lieblings-Beat, der aus ihren Kopfhörern schallt. Ansprechen bringt hier nix. Mit etwas Glück kommt vielleicht ein müdes Lächeln zurück. Und die Nacht ist für sie noch längst nicht zu Ende. Die Dancefloors der Hauptstadt warten schließlich auf sie. Damit es sich nachher locker bouncen lässt, nippt sie am Wegbier, dass sie im Späti gekauft hat. Im Chat mit ihren Freunden klärt sie noch schnell den Treffpunkt ab. Irgendwo am Ostbahnhof, das ist klar. Mal sehen, wo die Nacht heute endet.

Illustration einer jungen Frau, die auf dem Weg zur Party ist
Illustration einer jungen Frau, die auf dem Weg zur Party ist

Verirrt? Die Grand Dame

Eine eher seltene Erscheinung in der S-Bahn ist die Grand Dame. Ihr erkennt sie gleich am großen Auftritt und am Glanz, den sie in jeden S-Bahn-Waggon bringt. Im Schlepptau: eine schwere Duftwolke und ein haariger, treuer Begleiter auf vier Pfoten. Die Bretter, die die Welt bedeuten, scheinen ihr gewohntes Terrain zu sein. Elegant nimmt sie Platz und schwingt ein bestrumpftes Bein über das andere. Kurz bevor die Grand Dame an ihrem Ziel, Nahe Ku’damm aussteigt, kramt sie in ihrer Tasche mit Goldbuchstaben. Ihre Suche wird durch Dutzende Armreife am Handgelenk und reich geschmückten Finger erschwert. Nach langem Kramen wird sie fündig. Das heißbegehrte Objekt: die Zigarettenschatulle. Sie steckt sich eine an und als sich die Türen öffnen, ist sie wieder bereit für den nächsten Auftritt.

Illustration einer vornehmen Dame
Illustration einer vornehmen Dame

Der Profi-Fahrer

Er hat eine lange S-Bahn-Fahrt vor sich. Sein Ziel: ein Bürotower in Mitte. Auf dem Weg dorthin vergnügt er sich mit den neuesten Nachrichten. Gekonnt nutzt er selbst die kleinste Lücke zum Sitzen – und breitet sich und seine Zeitung samt Ellenbogen aus. Da heißt es für die Nachbarn: Dünne machen! Der Vorteil: Ihr könnt umsonst mitlesen. Beim Umblättern rutscht dem Wissensdurstigen gerne mal eine Doppelseite heraus. Wer jetzt zu höflich ist und beim Aufheben hilft, sollte Zeit mitbringen. Die Chance des Profi-Fahrers auf ein Schwätzchen ist gekommen, denn als Kommunikationswunder baut er nicht nur körperlich schnell Nähe zu seinen Sitznachbarn auf… Was für ein schönes Gemeinschaftsgefühl in der S-Bahn!

Illustration eines Profi-S-Bahn-Fahrers
Illustration eines Profi-S-Bahn-Fahrers

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