Service und Sicherheit durch moderne Technik

Mit unseren DB-Partnern, DB Netz und DB Station&Service, arbeiten wir beständig daran, die Informations- und Verkehrstechnik der S-Bahn zu modernisieren. Erfahren Sie, was sich hinter den Kürzeln RIS-S, ZAT FM und ZBS an Hightech verbirgt.

RIS-S ist das Herzstück unserer Fahrgastinformation

Auf Echtzeitdaten basierende Prognosen erleichtern die Planung und Durchführung einer S-Bahn-Fahrt

Die S-Bahn Berlin bietet den Fahrgästen mit dem Reisendeninformationssystem (RIS-S) Echtzeitdaten auf den Bahnsteigen: minutengenaue Prognosen zu Abfahrtszeiten, bei denen Verspätungen bereits verarbeitet sind. Ein Service, der auch im Internet abrufbar ist. Um diese Echtzeitprognosen zur Verfügung stellen zu können, nutzen wir eines der modernsten Informationssysteme bundesweit.

LCD-Anzeiger am Bahnhof

Auf den LCD-Anzeigern am Bahnsteig wird neben der Linienbezeichnung und dem Fahrtziel darüber hinaus angezeigt, aus wie vielen Wageneinheiten der einfahrende Zug besteht und wo dieser am Bahnsteig halten wird. Auch die wichtigsten Unterwegshalte werden angezeigt. In einer Tickerzeile werden bei Bedarf als Laufschrift Informationen zu Veränderungen im Betriebsablauf oder bevorstehenden Bauarbeiten dargestellt.

Vollautomatische Beschallungstechnik

Eine vollautomatische „Voice over IP“-Beschallungstechnik sorgt im gesamten S-Bahn-Netz für gut verständliche Ansagen. Neben dem jeweils einfahrenden Zug – wobei standardmäßig Linie, Zielbahnhof und die wichtigsten Unterwegsbahnhöfe angegeben werden – werden auch Abweichungen vom Regelbetrieb, wie z.B. Verspätungen, Zugausfälle, verschlossene Türen oder Gleiswechsel angesagt. Auch zu allgemeinen Informationen wie Rauchverbot oder zum achtsamen Umgang mit dem Gepäck gibt es regelmäßig Durchsagen.

Manuelle Steuerung von Anzeigern und Lautsprechern sind möglich

Im Falle einer Großstörung besteht die Möglichkeit, über die sogenannten Stammbahnhöfe das komplette Reisendeninformationssystem (Anzeiger und Lautsprecher) manuell zu bedienen, um Fahrgäste mit allen notwendigen Informationen zu versorgen.

Ein Zusammenspiel von Partnern

Die Technik, die wir auf den Bahnhöfen benötigen, um eine umfassende Fahrgastinformation zu bieten, ist Eigentum der DB Station&Service. Das Hochleistungsübertragungsnetz für die gesamte Datenübermittlung wird wiederum von DB Netz bereitgestellt.

Die Zugabfertigung durch den Lokführer

Auf den S-Bahn-Stationen wird die Zugabfertigung überwiegend durch den Lokführer durchgeführt. Auf etwa der Hälfte aller Stationen führt der Lokführer dies mithilfe von sogenannten Abfertigungsspiegeln, wie sie beispielsweise auch bei der U-Bahn eingesetzt werden, durch. Nur auf wenigen Stationen,  tritt der Lokführer hierfür noch aus dem Führerstand. Diese Art der Zugabfertigung ist auf nur gut einsehbaren Bahnhöfen möglich.

ZAT-FM: Hightech für Lokführer und Zug

ZAT-FM Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer

Die S-Bahn Berlin und ihre Partner setzen modernste Verkehrstechnik ein, um einen sicheren und reibungslosen Zugbetrieb zu gewährleisten, die „Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Fahrzeugmonitor“ (ZAT FM) zählt dazu.

Einsatz von ZAT FM

Bahnhöfe, bei denen der Lokführer nicht die gesamte Bahnsteigkante überblicken kann, erfordern den Einsatz von ZAT FM. Auf bislang 84 Bahnhöfen nutzen wir diese Zugabfertigungs-Technik, bei der auf dem Bahnsteig installierte Kameras ihre Bilder auf einen Monitor übertragen, auf denen der Lokführer das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste sowie das Schließen der Türen beobachtet und anschließend überprüft, dass in den geschlossenen Türen keine Gegenstände oder Personen eingeklemmt sind. Die Kamerabilder werden parallel an den zuständigen Stammbahnhof übertragen, so dass die dortige Stammaufsicht den Lokführer bei Bedarf aus der Ferne bei der Abfertigung unterstützen kann.

ZBS: Die Einführung eines neuen Zugbeeinflussungssystems

Bestandteile des ZBS (Zugbeeinflussungssystem)

Die DB Netz rüstet seit Oktober 2011 schrittweise das Streckennetz auf ein neues Zugbeeinflussungssystem für die Berliner S-Bahn (ZBS) um, das die bisherige Sicherungstechnik, ein mechanisches Zugsicherungssystem, ablösen wird. Die gesamte Umrüstung wird im Teilnetz Stadtbahn bis Ende 2020, im Teilnetz Nord-Süd bis Ende 2023 und im Teilnetz Ring bis Ende 2025 abgeschlossen.

Die vielfältigen Funktionen von ZBS

Gegenüber der bisherigen Technik, überwacht das neue System zusätzlich die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit der Züge auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Signalisierungen. Hierfür werden die Gleise mit sogenannten Balisen ausgerüstet, welche die erforderlichen Daten zum Fahrzeug senden. Ein Rechnersystem im Zug wertet die Daten aus, überwacht die Geschwindigkeit, kontrolliert die Geschwindigkeitsabnahme bei Annäherung an Halt zeigende Signale und veranlasst wenn nötig eine Abbremsung. Elektronische Anzeigen und Ansagen im Führerstand des Zuges unterstützen den Lokführer bei seiner Arbeit.

DB Netz: Per Mausklick Signalwirkung erreichen

Einer der Fahrdienstleiter der Betriebszentrale S-Bahn bei DB Netz, der hier den Bereich Wedding betreut

Um die S-Bahnen sicher durch die Stadt fahren zu lassen, braucht es mehr als Züge und Gleise. DB Netz stellt der S-Bahn Berlin die nötige Infrastruktur zur Verfügung. Die Arbeit der Betriebszentrale S-Bahn hat immer Signalwirkung.

Sonstiges Wissenswertes:

Was ist unter Infrastruktur zu verstehen?

Welche Stellwerksformen gibt es im Berliner S-Bahn-Netz?

Wer steuert die Weichen und Signale?

Wie funktioniert die Steuerung der elektronischen Stellwerke?

Warum werden im S-Bahn-Netz nicht klassische Ampeln genutzt?