Schnellere Erstversorgung und Weiterfahrt
Pilotprojekt bis April 2026 verlängert: Wir haben Sanitäter:innen an zwei Bahnhöfen stationiert.
Notarzteinsätze verursachen bei der S-Bahn Berlin immer häufiger eine große Anzahl von Zugausfällen und Verspätungsminuten. „In dieser Größenordnung hatten wir das früher in Berlin nicht, wir brauchen Lösungen“, sagt Karsten Preißel, Geschäftsführer Produktion bei der S-Bahn Berlin.
Aus diesem Grund hat das Unternehmen Anfang November ein Pilotprojekt gestartet, das zunächst bis zum 16. Januar 2026 laufen sollte und nun bis Ende April verlängert wurde.
Neu ist, dass ab dem 19. Januar der Bahnhof Zoologischer Garten mit einem Sanitätsteam besetzt ist – und nicht mehr wie bisher der Bahnhof Alexanderplatz.
Wichtige Umsteigeknoten
An den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Hauptbahnhof sind je 2 Sanitäter:innen des Deutschen Roten Kreuzes stationiert, die sich um erkrankte oder verletzte Personen kümmern sollen.
Die Helfer:innen sind zunächst montags bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr vor Ort.
Und so läuft es ab:
Kommt es zu einem Notfall im Zug, gehen die Sanitäter:innen, sobald der Zug im Bahnhof eingefahren ist, zu dem betroffenen Fahrgast und schätzen ein, ob die Erstversorgung auf dem Bahnsteig vorgenommen werden kann. Sie übernehmen anschließend die Betreuung, bis der Rettungsdienst eintrifft – und der Zug kann seine Fahrt fortsetzen. Die S-Bahn Berlin erhofft sich auf diese Weise, die Auswirkungen von Notarzteinsätzen auf den Betrieb deutlich zu reduzieren.
Seit dem Start des Projekts im November 2025 konnte bereits mehreren Fahrgästen geholfen werden.



